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Verbesserung des Nahrungsangebots -8-
Heil- und Gewürzkräuter, Gemüsebeete

Salvia officinalis

Gewürz-Salbei (Salvia officinalis) wird vor allem von Hummeln gern besucht, aber auch von Holzbienen (Xylocopa violacea) und der Garten-Wollbiene (Anthidium manicatum) genutzt.

Viele Heil- und Gewürzkräuter gehören zu den Lippenblütlern und sind daher gute Nahrungsquellen für Wildbienen. Besonders beliebt sind Garten-Salbei (Salvia officinalis), Muskateller-Salbei (Salvia sclarea), Ysop (Hyssopus officinalis), Zitronen-Thymian (Thymus citridorus) und Bergbohnenkraut (Satureja montana). Ausdauernde Arten können sehr gut auch im Staudenbeet oder im Steingarten Verwendung finden. Selbst auf dem Balkon kann man einige von ihnen kultivieren. Verschiedene Wollbienen (Anthidium), Wespenbienen (Nomada) und Hummeln (Bombus) werden vor allem durch den attraktiven Nektar angelockt.

Salvia sclarea
Xylocopa violacea

Der Muskateller-Salbei ist bei der Blauschwarzen Holzbiene (Xylocopa violacea) und der Garten-Wollbiene (Anthidium manicatum) als Pollenquelle besonders beliebt.

Auf den Blütendolden des Fenchels (Foeniculum vulgare) stellen sich oft viele Maskenbienen (Hylaeus) und Blutbienen (Sphecodes) ein, um sich an dem reich dargebotenen Nektar zu verköstigen.

Brassica oleracea

Blühender Grün-Kohl (Brassica oleracea cult.), eine reiche Pollenquelle für zahlreiche Wildbienenarten.

Anthophora plumipes

Anstatt die “Rosen” des winterharten Rosen-Kohls (Brassica oleracea cult.) zu ernten, lassen wir einfach ein Exemplar im Frühling zur Blüte kommen. Das Bild zeigt ein Weibchen der Frühlings-Pelzbiene (Anthophora plumipes) beim Blütenbesuch am Rosen-Kohl. Auch die Schöterich-Mauerbiene (Osmia brevicornis) und Hummel-Königinnen werden das schwefelgelbe Blütenmeer dieser Kohlsorten reichlich nutzen.

Borago officinalis

Der Boretsch (Borago officinalis) ist v. a. bei bestimmten Hummel-Arten (Bombus-terrestris-Gruppe) sehr beliebt.

Allium porrum
Allium porrum

Selbst im Gemüsegarten können wir das Nahrungsangebot für Wildbienen bereichern, in dem wir Küchenlauch (Allium porrum) für die Lauch-Maskenbiene (Hylaeus punctulatissimus) blühen lassen. Ich besorge mir im Gemüsemarkt Ende März / Anfang April Lauchstangen, bei denen die Wurzeln noch dran sind. Diese werden dann im Garten so gepflanzt, daß der weiße Schaft ganz in der Erde eingegraben ist. Im Hochsommer entwickeln sich daraus prächtige Blütenkugeln mit einer hohen Attraktivität für verschiedene Maskenbienen (Hylaeus) und Tagfalter.

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